Die ersten Mutmacher Stories sind online!

Denise Habich, zertifizierte Yogalehrerin (Eppingen & Achern)

 

Eine kurze Vorstellung:

Mein Name ist Denise, ich bin 36 Jahre jung und wohne in Eppingen. Das liegt im Landkreis Heilbronn. Aufgewachsen bin ich in einem verschlafenen Dörfchen am Fuße des Nordschwarzwaldes.


Nach meiner Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin hatte ich stets den Wunsch, mich weiterzubilden & weiterzuentwickeln. Ich habe die verschiedensten Zusatzausbildungen absolviert und war dennoch immer auf der Suche nach der großen Erfüllung. Mit knapp 30 Jahren hatte ich aufgrund eines Schicksalsschlags eine sehr schwere Zeit, in der ich Yoga kennen und lieben gelernt habe. Ich begann zu verstehen, dass Yoga etwas Ganzheitliches ist. Das tat mir gut. Die (negativen) Gedanken beruhigten sich allmählich, ich konnte mich besser konzentrieren und meine Ziele besser stecken. Durch Yoga ist die Stimme meines Herzens plötzlich richtig laut geworden.

Ich wollte mehr erfahren und begann im Januar 2017 die Ausbildung zur Yogalehrerin. Seitdem bin ich noch viel mehr vom menschlichen Körper, der Psyche und ihrem Zusammenspiel begeistert. Meine Erfahrungen möchte ich auch meinen Schülern weitergeben: eine gute Ausrichtung für Körper und Geist, Nahrung für Herz und Seele.

Ich biete mittlerweile Yogakurse für Anfänger bis Geübte, von sanft bis powerful, für Kinder, Erwachsene, Firmen, Online-Kurse, Workshops und Vieles mehr. Einige meiner Kurse sind durch die Zentrale Prüfstelle für Prävention zertifiziert.

 

Worin lag / liegt  für Dich die Herausforderung, die durch die Pandemie entstand?

Gerade mal ein Jahr nach dem Abschluss meiner Yogalehrerausbildung hatte ich schon 10 sehr gut laufende Kurse pro Woche, die ich plötzlich im März 2020 aufgrund des Lockdowns von einem auf den anderen Tag komplett absagen musste. Keiner wusste zunächst, wie und wann es weitergehen würde. Die ersten Wochen habe ich mich gegen „Online Yoga“ gesträubt, ich dachte, es ersetzt den persönlichen Kontakt zu meinen Schülern nicht. Als mir klar wurde, dass Corona uns eine Weile begleiten würde, habe ich mich dann doch entschieden, Videos für meine Teilnehmer zu drehen. Das Feedback war einfach fantastisch. Nach und nach habe ich mir Equipment wie Kamera, Stative, Mikro usw. zugelegt und an den verschiedensten Orten gedreht.
Ich habe mich außerdem in Programme eingearbeitet, von denen ich vorher absolut keine Ahnung hatte. Ich begann schöne Newsletter statt Emails an meine Teilnehmer zu schreiben, baute meine Homepage weiter aus und konzipierte neue Kurse, welche ich von der zentralen Prüfstelle für Prävention zertifizieren ließ.

Als das Wetter besser wurde habe ich gekämpft, stundenlange Telefonate mit der Stadt und den Behörden geführt, bis ich irgendwann endlich mit kleinen Gruppen wieder Outdoor-Yoga anbieten durfte. Zuerst mit vier Teilnehmern, später mit neun, irgendwann mit bis zu 19 Teilnehmern! Natürlich mit großem logistischen Aufwand. Listen, Hygienekonzept, Abstand usw.

Es war einfach wunderbar, alle Menschen, die mich die Zeit über so unterstützt haben, endlich wieder in echt zu sehen und ihnen etwas zurückgeben zu können!

Zeitgleich habe ich einen ganzen Yogakurs speziell für Anfänger gedreht, den es seit Herbst 2020 zu kaufen gibt!

Nach dem Sommer habe ich größere Hallen gesucht, um meine Kurse drinnen weiterführen zu können. Ich habe Hygienekonzepte geschrieben und wieder viele Telefonate geführt. Genau zwei Monate lief das gut bis dann im November der nächste Lockdown kam.

Wieder ein Schlag ins Gesicht. Die nächste Herausforderung. Wieder alles umplanen. Teilnehmer informieren. Überlegen, wie es weitergehen kann. Nach langem Hin und Her habe ich mich entschieden, doch auf Live-Stream über Zoom umzustellen. Die Yogaschüler haben das zum Glück sehr gut angenommen. Natürlich war es wieder viel Arbeit, mich wieder in neue Programme einzuarbeiten, herauszufinden, wie ich meine Musik laufen lassen kann und mich meine Teilnehmer trotzdem verstehen. Meetings erstellen, Bildschirmton teilen und Wlan-Mikro benutzen. Alles Dinge, mit denen ich vorher nicht vertraut war.

Jetzt ist es wieder soweit. Die neuen Kurse stehen an. Ich habe schöne Outdoor-Angebote an verschiedenen Orten zwischen Achern und Eppingen geplant. Leider kann ich derzeit nur hoffen, dass bald das große „Go“ kommt.
Die größte Herausforderung ist für mich also, ständig das komplette Programm für ca. 50 Teilnehmer aus den verschiedensten Kursen umzuplanen und immer die beste Lösung für alle zu finden.

 

Wie hast Du es geschafft, diese schwere Zeit bis jetzt zu überstehen?

Ich denke, ich habe es meiner Kreativität und Flexibilität zu verdanken, dass ich diese Zeit überstanden habe. Jeden Tag aufzustehen, sich neu zu motivieren und weiterzumachen, immer wieder die neuen Bestimmungen abzuwarten, das war nicht immer leicht. Aber ich habe zum Glück so viele wunderbare Menschen um mich herum, die mich durch ihr Feedback zu meinen Kursen immer so tief berührt haben und mich bestärkt haben, weiterzumachen!

Außerdem habe ich einen wundervollen Partner, der wie ich selbstständig ist. Er arbeitet als Musiker, Manager und Coach und wurde durch die Pandemie noch kreativer. Wir konnten uns beide die Zeit über motivieren, gemeinsam mit Meditation und Sport in den Tag zu starten, uns super gut zu ernähren und jeden Tag das Beste aus dem Tag zu machen mit den Mitteln, welche uns zur Verfügung stehen.

Ebenso habe ich versucht, mich möglichst von negativen Schlagzeilen und Gesprächen zu distanzieren.

Und natürlich bin ich unendlich dankbar, dass so viele Menschen das Online-Angebot angenommen haben, so dass ich weiter Einnahmen hatte!

 

Was würdest Du anderen mit auf den Weg geben?

Du bist die Summe aus den fünf Menschen, die dich umgeben, also wähle weise mit wem du Zeit verbringst. Es ist so unfassbar wichtig, sich das bewusst zu machen. Und das heißt nicht, dass man sofort den Job kündigen oder Freundschaften beenden soll, jedoch hin und wieder einmal zu reflektieren: Welche Begegnungen tun mir gut, welche nicht? Wie fühle ich mich nach dem Austausch mit Person XY, wie fühle ich mich nach einem TV-Abend mit RTL und wie geht es mir nach einem inspirierendem Buch oder einer schönen Yogastunde am Feierabend?

Mein Tipp: Finde die Menschen, den Job, das Umfeld, das DICH glücklich macht und distanziere dich von Negativem! Und fange an mit Yoga & Meditation! Dein Leben wird sich verändern! 100%!

 

Wann und wo war Dein letzter richtiger Glücksmoment?

Glücksmomente habe ich jeden Tag. Morgens beim Aufwachen zähle ich auf wofür ich dankbar bin. Anschließend genieße ich ein leckeres Frühstück, danach folgt Meditation und Yoga oder Sport in der Natur, bevor ich in den Arbeitstag starte.
Ich liebe mein neues Leben. Nicht mehr ab mittwochs zu hoffen, dass die Woche bald vorbei ist und alle Erwartungen auf das Wochenende zu legen und dann letztendlich enttäuscht zu sein, wenn die Erwartungen nicht erfüllt wurden und sonntagabends schon wieder die Krise zu bekommen… Raus aus dem Hamsterrad und rein in ein wundervolles, neues, zufriedenes Leben.

Ich liebe es, Yoga zu unterrichten und es macht mich unheimlich glücklich, wenn die Schüler am Ende der Stunde glücklich und beseelt sind. Ganz oft schreiben mir Teilnehmer im Anschluss noch, wie gut ihnen die Stunde, meine Stimme, meine Worte tat. Das ist für mich pures Glück.

Außerdem bin ich sehr glücklich und dankbar, in einer wundervollen Beziehung zu sein. Eine Beziehung, in der jeder sein darf, wie er ist, in der man sich auf Augenhöhe begegnet, sich stützt und trägt und trotzdem genug Freiraum für eigene Träume, Wünsche und Ziele hat.

Ein wirklich unfassbar schöner Glücksmoment war an meinem Geburtstag Ende November 2019 in Ägypten. Ich saß am Pool und beobachtete eine Weile einen Schmetterling, der immer wieder zu mir geflogen kam. Irgendwann setzte er sich auf mich und blieb dort eine gefühlte Ewigkeit. Er blieb sogar ruhig sitzen, während ich nach dem Handy griff, um ein Foto zu machen. Ein magischer Moment und für mich ein Zeichen aus dem Himmel!